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Katarina Burin Villa Rustica
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15 May 2009 - 27 June 2009

Andreas Grimm freut sich, Ihnen mit „Villa Rustica“ Katarina Burins dritte Ausstellung in seiner Münchner Galerie zu präsentieren. In ihren Arbeiten, die in unterschiedlichen Medien entstehen, setzt sich Katarina Burin intensiv mit der Geschichte von Architektur und Design auseinander. Anhand prominenter wie auch alltäglicher Beispiele untersucht sie, inwieweit Bilder und Dokumente die Vergangenheit repräsentieren und zugleich in der Welt von heute weiterexistieren. In unserer Ausstellung versammelt Katarina Burin eine Auswahl von Werken aus den beiden letzten Jahren, die sich mit der Repräsentation von Tourismus und Freizeit beschäftigen. In ihren Zeichnungen, Collagen und Skulpturen, die auf beiläufigen und kurzlebigen Ausgangsmaterialien wie Streichholzbriefchen, Servietten und Bildern aus Reisebroschüren und Reisebüros basieren, verortet Burin die Darstellung der Freizeit historisch und thematisiert zugleich deren Vermarktung, Status und geheimnisvollen Nimbus.

 
Der Begriff Villa Rustica stammt von den alten Römern und bezeichnete eine Villa in freier Natur, die häufig den Mittelpunkt einer landwirtschaftlichen Anlage bildete und sich von einer Stadt- oder reinen Urlaubsvilla unterschied. Unter diesem Titel versammelt Katarina Burin Arbeiten wie die Zeichnungen „Holiday Home of the Trade Union“ und „Residence de Weekend“ sowie die jüngst fertig gestellte Skulptur „Villa Rustica / Villa Urbana“, bei der eine mehrteilige, durch Pariser Schaufenster inspirierte Screen-Struktur mit Architekturmodellen kombiniert wird. Solche Arbeiten thematisieren die Zugehörigkeit zu einer Gesellschaftsschicht – sowohl innerhalb wie auch außerhalb der traditionell begüterten Schicht, der „leisure class“.
 
Die Formen dieser Screens finden sich in den „Leisure Ensembles“ wieder, skulpturalen Regalen, auf denen vorgefundene Bilder als bewegliche und miteinander verwobene Elemente präsentiert werden. Handgemachte, großformatige Zeichnungen, bei denen Tinte durch Schablonen gesprayt wurde, rufen Bilder von Streichholzbriefchen aus Hotels oder der Freizeitindustrie in Erinnerung, die an eine vergangene Zeit ebenso wie an die Sammlerstücke eines Reisenden denken lassen.
 
Katarina Burin, 1975 in Bratislava/Slowakei geboren, studierte an der Yale University und schloss ihr Studium 2002 mit dem Master of Fine Arts ab. Ihre Arbeiten wurden weltweit ausgestellt, unter anderem bei White Columns in New York, im Museumsquartier in Wien und dem Palais Thurn & Taxis in Bregenz. 2009 erhielt Katarina Burin das McDowell Residency Stipendium.
 
Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte die Galerie unter der Telefonnummer +49 89 38 85 92 40 oder per E-Mail an verena@andreasgrimmgallery.com

 

 

Andreas Grimm is pleased to present "Villa Rustica," Katarina Burin's third exhibition at the gallery in Munich. In her works in various media, Katarina Burin delves into the history of architecture and design, both famous and commonplace, with an eye to how images and documents both represent the past and live in the world today. For this exhibition, Burin brings together selections from two years of work that examine representations of tourism and leisure. Based on ephemera, such as matchbooks, napkins and images from travel books and travel agencies, Burin's drawings, collages and sculptures address the representation of leisure historically as well as its selling, status and mystique.
 
Villa rustica was the term used by the ancient Romans to denote a villa set in the open countryside, often the hub of an agricultural estate, distinguished from an urban or resort villa. Under this title, she gathers works like the drawings Holiday Home of the Trade Union and Residence de Weekend, as well as the recent sculpture Villa Rustica / Villa Urbana, in which a multi-part screen structure is combined with building models inspired by a Paris shop window. Such works begin to speak to class, both within and without the traditional "leisure class."
 
The forms of the screens are mimicked in the Leisure Ensembles, sculptural shelves that present found images as both movable and interwoven. Large drawings made by hand spraying ink through stencils, recreate images from hotel and leisure industry matchbooks, evoking both a bygone era, and the collections of a traveller.
 

Katarina Burin, born 1975 in Bratislava/Slovakia received in 2002 her Masters of Fine Arts at Yale University. Her work has been shown worldwwide, including White Columns New York, Museums Quartier Vienna, and the Thurn & Taxis Palais in Bregenz. This year, Ms. Burin received the McDowell Residency Fellowship.